Mitten im Kiez

Seit vielen Jahren wohne ich im Herzen Schönebergs. Hier sind meine vier Kinder in die Kita und in die Schule gegangen. Schöneberg ist meine Heimat. Die Renovierung des Klassenraums meiner ersten Tochter an der Havelland-Grundschule war für mich die Motivation, mit meinem politischen Engagement durchzustarten. Ganz nach dem Motto "kurze Beine - kurze Wege" setze ich mich seit vielen Jahren für den Erhalt unserer Grundschulen ein. Gute Bildung in sanierten Schulen mit qualifizierten und motivierten Lehrerinnen und Lehrern ist das A und O für jedes Kind auf seinem Bildungsweg. Unabhängig von seiner sozialen Herkunft muss jedes Kind eine echte Chance haben – sei es durch individuelle (und qualitativ hochwertige!) Förderung in Kita und Schule oder die 2. oder auch 3. Chance später auf dem Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt.

Mitten im Kiez bedeutet auch das Willkommenheißen geflüchteter Menschen in unserem Bezirk. Viele Engagierte haben zum Beispiel an der Notaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Teske-Grundschule am Tempelhofer Weg bewiesen, wie groß Hilfsbereitschaft sein kann. Jede Spende ist ein Zeichen der Humanität. Ohne ihr Engagement würde das System kollabieren. Ich will eine starke Bürgergesellschaft in Schöneberg und Tempelhof. Die Infrastruktur für Engagierte muss verlässlich und unbürokratisch, die nötigen Wege müssen kurz sein. Engagierte, Politik und Verwaltung sollen sich auf Augenhöhe begegnen, gemeinsam die Kieze gestalten und auch Verantwortung übernehmen. Ich wünsche mir sehr, dass das Engagement in den Kiezen für alle Bedürftigen weiterträgt, denn dieses Gemeinsame macht am Ende eine starke Demokratie aus.

Das Geld, das wir für gute Bildungseinrichtungen, eine unterstützende Sozialpolitik, intakte Straßen und eine leistungsfähige Verwaltung brauchen, muss verdient werden. Wir brauchen mehr Steuereinnahmen. Dafür ist wichtig, dass es mit der Wirtschaft in Berlin weiter aufwärts geht. Wir brauchen mehr Arbeitsplätze, von denen auch die Berlinerinnen und Berliner profitieren. Die Förderung von Innovation und Wissenschaft gekoppelt mit Unternehmensansiedelungen und ein starker, ausbildungswilliger Mittelstand müssen unsere Ziele sein. Für unsere Kieze bedeutet das, dass u. a. die Gewerbetreibenden vor Ort unterstützt werden. Mir ist auch sehr wichtig, dass die lokale Nahversorgung gesichert ist und jeder das Notwendige zum Leben zu Fuß oder mit dem Rad besorgen kann.

An den SPD-Ständen im Wahlkreis werden genau die Fragen diskutiert, die die ganze Stadt bewegen: Wie wollen wir miteinander leben – wir mitten im Kiez und in Berlin überhaupt? Wie gestalten wir einen sozialen Ausgleich, diese Frage schließt zum Beispiel die Themen Wohnungsbau und gute Arbeit mit ein? Wie lassen sich Beruf und Familie so miteinander vereinen, dass nicht alle Beteiligten abends erschöpft sind? Wie können wir die rund 300.000 Alleinerziehenden in der Stadt unterstützen? Wie schaffen wir es unsere Netze so eng zu knüpfen, dass niemand durch die Maschen fällt oder überhaupt die Angst entwickelt, dass er durchfallen könnte? An der Beantwortung dieser Fragen möchte ich in den nächsten fünf Jahren in Theorie und Praxis arbeiten!